27.11.2025: 6. BfR-Symposium Lebensmittel-assoziierte Viren

27.11.2025

6. BfR-Symposium Lebensmittel-assoziierte Viren

Das 6. BfR-Symposium „Lebensmittelassoziierte Viren“ soll wie die vorangegangenen Symposien einen Austausch über Aspekte wie die aktuelle epidemiologische Situation einzelner Virusinfektionen, neuartige Nachweismethoden für Viren in Lebensmitteln oder Möglichkeiten für eine verbesserte Hygiene ermöglichen. Gleichzeitig sollen Impulse für die Vernetzung der Forschung auf diesem Gebiet gesetzt werden. Das Symposium richtet sich an Interessierte aus wissenschaftlichen Einrichtungen, Untersuchungsämtern und Überwachungsbehörden aus dem deutschsprachigen Raum.

Die Präsentationen zur Versanstaltung finden Sie weiter unten auf dieser Webseite.

Programm

Details

Virusbedingte Erkrankungen durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel gewinnen im gesundheit¬lichen Verbraucherschutz Jahr für Jahr an Bedeutung. Auslöser solcher Infektionen sind häufig humane Noroviren und Hepatitis A-Viren, die vor allem auf gefrorenen Beerenfrüchten und in Muscheln nachgewiesen werden. Dagegen wird für die jährlich über 4.000 in Deutschland gemeldeten Hepatitis-E-Fälle eine zoonotische Übertragung durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitzten Fleischprodukten von Schweinen und Wildtieren angenommen. Aber auch andere Viren rücken zunehmend in den Fokus der Forschung und öffentlichen Wahrnehmung und führen zu vielfältigen Fragen: Ist eine Übertragung von hochpathogenen Influenzaviren (H5N1) über den Verzehr von Milch- und Milchprodukten von infizierten Kühen möglich? Kann das erst relativ neu als Zoonose-Erreger eingestufte Ratten-Hepatitis E-Virus über Lebensmittel auf den Menschen übertragen werden? Welche Bedeutung haben Adenoviren als Lebensmittel-übertragene Erreger von Magen-Darm-Erkrankungen? Wie können wir die genannten Viren effektiv nachweisen, inaktivieren und deren Übertragung verhindern?

Programm     Abstractband

Präsentationen vom 27.11.2025

Dr. Albert Heim, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
Adenovirus DNA: molekulare menschliche Fußspuren?

Prof. Dr. Reimar Johne, Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin
Ratten-HEV – ein neuer zoonotischer Erreger in Deutschland?

Dr. René Kallies, Umweltbundesamt, Berlin
Abwasserbasierte Virusüberwachung – Stand, Nutzen und Ausblick

Dr. Mathias Schemmerer, Universitätsklinikum Regensburg, Regensburg
Die lange Reise zur Virusisolierung: HAV und HEV in Zellkultur

Jessica Panajotov, Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin
Amplikon-basierte Next-Generation Sequencing-Methode zur Typisierung humaner Norovirus-Stämme

Dr. Eva Trojnar, Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin
Validierung einer Nachweismethode für Adenoviren auf Lebensmitteln

Dr. Juliane Pfennig, Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz, Bad Langensalza
Beurteilung von Virus-Nachweisen in der amtlichen Lebensmitteluntersuchung

Dr. Katja Schilling-Loeffler, Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin
Stabilität und Inaktivierung von HEV bei der Herstellung von Fleischprodukten

Weitere Informationen über:
Prof. Dr. Reimar Johne: reimar.johne@bfr.bund.de
Dr. Eva Trojnar: eva.trojnar@bfr.bund.de
Dr. Nadine Althof: nadine.althof@bfr.bund.de

Veranstaltungsort:
Bundesinstitut für Risikobewertung
Hörsaal
Diedersdorfer Weg 1
12277 Berlin (Marienfelde)
Anfahrtsbeschreibung